NIOSH-Hautnotationsprofile: Formaldehyd / Formalin

Als größtes Organ des Körpers erfüllt die Haut mehrere wichtige Funktionen, beispielsweise als primäre Barriere für die äußere Umgebung. Aus diesem Grund ist die Haut häufig potenziell gefährlichen Stoffen ausgesetzt, einschließlich Chemikalien, die zum Auftreten eines Spektrums gesundheitsschädlicher Auswirkungen beitragen können, das von lokalisierten Schäden (z. B. reizende Kontaktdermatitis und Korrosion) bis zur Induktion immunvermittelter Reaktionen reicht (z. B. allergische Kontaktdermatitis und Lungenreaktionen) oder systemische Toxizität (z. B. Neurotoxizität und Hepatoxizität). Das Verständnis der Gefahren im Zusammenhang mit Hautkontakt mit Chemikalien ist ein wesentlicher Bestandteil moderner Arbeitsschutzprogramme.

Im Jahr 2009 veröffentlichte das Nationale Institut für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (NIOSH) Current Intelligence Bulletin (CIB) 61: Eine Strategie zum Zuweisen neuer NIOSH-Hautnotationen [NIOSH 2009–147]. Dieses Dokument bietet die wissenschaftliche Begründung und den Rahmen für die Zuordnung mehrerer gefahrspezifischer Hautnotationen (SK), die klar zwischen systemischen Effekten, direkten (lokalisierten) Effekten und immunvermittelten Reaktionen durch Hautkontakt mit Chemikalien unterscheiden. Der Schlüsselschritt bei der Zuweisung des gefahrenspezifischen SK ist die Bestimmung des Gefährdungspotenzials eines Stoffes oder seines Potenzials, durch Hautexposition gesundheitsschädliche Auswirkungen zu verursachen. Diese Bestimmung beinhaltet einen Prozess zur Identifizierung von Gesundheitsgefahren, bei dem Folgendes verwendet wird:

  • Wissenschaftliche Daten zu den physikochemischen Eigenschaften einer Chemikalie
  • Daten zur Exposition des Menschen und zu gesundheitlichen Auswirkungen
  • Empirische Daten aus In-vivo- und In-vitro-Labortests
  • Computertechniken, einschließlich Vorhersagealgorithmen und mathematischer Modelle, die einen ausgewählten Prozess (z. B. Hautpermeation) mittels analytischer oder numerischer Methoden beschreiben.

Dies Hautnotationsprofil liefert die SK-Zuordnung und unterstützende Daten für Formaldehyd / Formalin (CAS-Nr. 50–00–0). In diesem Dokument wird insbesondere die Literatur bewertet und zusammengefasst, in der das Gefährdungspotenzial des Stoffes und seine Bewertung gemäß den in CIB 61 dargelegten wissenschaftlichen Überlegungen und Rahmenbedingungen beschrieben werden Hautnotationsprofil beabsichtigt, das Publikum - hauptsächlich Arbeitsmediziner, Forscher, Politiker und Entscheidungsträger, Arbeitgeber und Arbeitnehmer an potenziell gefährlichen Arbeitsplätzen - zu informieren, damit verbesserte Risikomanagementpraktiken entwickelt werden können, um die Arbeitnehmer besser vor den Risiken des Hautkontakts zu schützen die Chemikalie von Interesse.

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