Autopsie und Umgang mit menschlichen Überresten

Alle Post-Mortem-Verfahren erfordern die Einhaltung der Standardvorkehrungen bei Verwendung geeigneter persönlicher Schutzausrüstung (PSA) und Einrichtungen mit geeigneten Sicherheitsmerkmalen.

Wenn möglich, sollte Personal mit einer aktuellen Pockenimpfung (innerhalb von 3 Jahren) an einer Autopsie oder Leichenbehandlung für Patienten mit bestätigten oder vermuteten Affenpocken teilnehmen. Wenn nicht geimpftes Personal eingesetzt werden muss, werden Personen ohne Kontraindikationen für die Impfung bevorzugt.

Übertragung menschlicher Überreste

Personal, das Obduktionen post mortem pflegt, sollte PSA tragen, wie für Standard-, Kontakt- und Luftschutzmaßnahmen empfohlen. Cdc-pdf [PDF - 226 Seiten]. Der Körper sollte nach den üblichen Verfahren der Gesundheitseinrichtung zum Reinigen und Enthalten von Körperflüssigkeiten vorbereitet und dann in eine Plastikhülle eingewickelt werden. Das Wickeln sollte so erfolgen, dass eine Kontamination der Außenseite der Abdeckung verhindert wird. Ein Wechsel von Kleid und Handschuhen kann erforderlich sein.

Wenn eine Autopsie durchgeführt wird, sollte der verhüllte Körper auf eine Leichenbahre gelegt und mit einem sauberen Leinenblatt für den Transport zur Leichenhalle abgedeckt werden. Wenn die Überreste direkt in eine Leichenhalle gelangen, sollten sie vor dem Entfernen in einen Leichensack gelegt werden. Personen, die vorbereitete und bedeckte menschliche Überreste transportieren, sollten Handschuhe tragen, andere PSA sind jedoch nicht erforderlich.

Schutzausrüstung und Anlagendesign für die Autopsie

Personen, die Überreste von einer Leichenbahre auf den Autopsietisch legen, sollten ein Kleid und Handschuhe tragen. Personal, das die Autopsie durchführt oder unterstützt, sollte die folgende PSA tragen, die für Standard-, Kontakt- und Luftschutzmaßnahmen erforderlich ist. Cdc-pdf [PDF - 226 Seiten] in der Autopsieeinstellung.

  • Schutzkleidung: OP-Schutzanzug, OP-Kappe, undurchlässiges Kleid mit vollständiger Ärmelabdeckung, Augen- und Gesichtsschutz (z. B. Gesichtsschutz), Überschuhe und doppelte OP-Handschuhe mit einer dazwischenliegenden Schicht schnittfester synthetischer Netzhandschuhe.
  • Atemschutz: Atemschutzgeräte N95 oder N100; oder angetriebene luftreinigende Atemschutzgeräte (PAPR), die mit einem hocheffizienten Partikelluftfilter (HEPA) ausgestattet sind. Ein PAPR wird für alle Verfahren empfohlen, die zur mechanischen Erzeugung von Aerosolen führen können (z. B. Verwendung von oszillierenden Sägen). Autopsiepersonal, das aufgrund von Gesichtsbehaarung oder anderen Einschränkungen der Passform keine N95-Atemschutzmasken tragen kann, sollte PAPRs tragen.
  • Handhabung der Schutzausrüstung: Schutzkleidung muss beim Verlassen des unmittelbaren Autopsiebereichs entfernt und in geeigneten Wäsche- oder Abfallbehältern entweder in einem Vorraum zur Autopsiesuite oder unmittelbar im Eingangsbereich entsorgt werden, wenn kein Vorraum verfügbar ist. Die Hände sollten beim Entfernen des Handschuhs gewaschen werden.

Vor Beginn einer Autopsie sollten die folgenden technischen Strategien und Anlagenentwürfe berücksichtigt werden:

  • Lüftungssysteme: Autopsiesuiten müssen über einen ausreichenden Luftaustausch pro Stunde sowie über eine korrekte Ausrichtung und Abluft des Luftstroms verfügen. Autopsiesuiten sollten mindestens 12 Luftwechsel pro Stunde haben und im Vergleich zu angrenzenden Durchgängen und Büroräumen einen Unterdruck haben. Luft sollte nicht in das Innere des Gebäudes zurückgeführt werden, sondern im Freien, außerhalb von Bereichen des menschlichen Verkehrs oder in Sammelräumen (z. B. vom Dach) und von anderen Luftansaugsystemen abgesaugt werden. Für Autopsien kann eine lokale Luftströmungssteuerung (d. H. Laminare Strömungssysteme) verwendet werden, um Aerosole vom Personal wegzuleiten; Diese Sicherheitsfunktion macht jedoch keine geeignete persönliche Schutzausrüstung erforderlich.
  • Türen und Fenster: Halten Sie während der Autopsie Türen und Fenster zur Autopsiesuite geschlossen.
  • Sicherheitsvorrichtungen: Für die Handhabung und Untersuchung kleinerer Proben sollten Biosicherheitsschränke verfügbar sein. Oszillierende Sägen sind mit Vakuumabdeckungen erhältlich, um die Menge der erzeugten Partikel- und Tröpfchenaerosole zu reduzieren. Diese Geräte sollten nach Möglichkeit verwendet werden, um das Risiko einer beruflichen Exposition zu verringern.

Autopsieverfahren und Probenentnahme

Die folgenden Sicherheitsverfahren sollten für Autopsien und die Obduktion von Monkeypox-Fällen angewendet werden:

  • Vorbeugung von perkutanen Verletzungen: Alle scharfen Gegenstände sollten sorgfältig behandelt werden, niemals Nadeln rekapitulieren, verbiegen oder schneiden und sicherstellen, dass geeignete Behälter für scharfe Gegenstände verfügbar sind.
  • Verfahren: Anzahl und Umfang der Verfahren sollten minimiert werden, um sowohl die Chancen für das Arbeitnehmerrisiko als auch das Risiko einer Umweltverschmutzung zu verringern. Führen Sie Autopsien nur in dem Umfang durch, der erforderlich ist, um die erforderlichen Informationen zu erhalten.Lassen Sie Untersuchungen aus, die Aerosole erzeugen und das Risiko einer Umweltverschmutzung erhöhen (z. B. die Verwendung von oszillierenden Sägen zum Öffnen des Schädels).

Alle wichtigen Organe sollten entnommen werden. Besondere Aufmerksamkeit und umfangreiche Probenahme sollten Gewebe umfassen, die eine grobe Pathologie oder Beteiligung aufweisen, wie dies durch die klinische Präsentation nahegelegt wird. Autopsieproben sollten Folgendes umfassen:

  • Haut
  • Milz
  • Lymphknoten und Mandeln
  • Leber
  • Lunge
  • Niere
  • Herz

Legen Sie repräsentative Gewebe zur immunhistochemischen oder histopathologischen Bewertung in 10% gepuffertes Formalin und lagern Sie sie bei Raumtemperatur.

Repräsentative Gewebefragmente, die oben aufgeführt sind, sollten unter Verwendung steriler Techniken gesammelt und in sterile 1,5-2-ml-Plastikfläschchen mit Schraubverschluss und O-Ring gegeben werden. KEINE VIRALEN TRANSPORTMEDIEN HINZUFÜGEN. Die Proben sollten bei 4 ° C gekühlt werden, wenn der Versand innerhalb von 24 Stunden erfolgt. Andernfalls können die Proben eingefroren werden. Weitere Informationen zum Etikettieren und Verpacken von Proben für den Transport finden Sie unter Senden von Proben an CDC Shipping and Packing.

Nach der Probenentnahme:

  • Alle nicht wiederverwendbaren Probensammel- und Barriereschutzmaterialien sollten zur Behandlung als medizinischer Abfall in Biogefährdungsbeuteln aufbewahrt werden.
  • Alle wiederverwendbaren Geräte sollten gemäß den Standardlaborverfahren gereinigt und desinfiziert werden.
  • Alle Oberflächen sollten gründlich gereinigt und mit 0,5% Natriumhypochlorit oder einem anderen von der EPA zugelassenen Desinfektionsmittel mit hohem Gehalt gereinigt werden.