Behandlung

Derzeit sind keine spezifischen Behandlungen für Monkeypox-Infektionen verfügbar, aber Monkeypox-Ausbrüche können kontrolliert werden.

Pockenimpfstoff, Cidofovir, ST-246 und Vaccinia-Immunglobulin (VIG) können verwendet werden, um einen Monkeypox-Ausbruch zu kontrollieren. Die CDC-Leitlinien wurden unter Verwendung der besten verfügbaren Informationen über die Vorteile und Risiken der Pockenimpfung und des Drogenkonsums zur Vorbeugung und Behandlung von Monkeypox- und anderen Orthopoxvirus-Infektionen entwickelt.

Affenpocken- und Pockenimpfstoff

Ein Impfstoff, JYNNEOSTM (auch bekannt als Imvamune oder Imvanex), wurde in den USA zur Vorbeugung von Affenpocken und Pocken zugelassen. Da das Monkeypox-Virus eng mit dem Pocken verursachenden Virus verwandt ist, kann der Pockenimpfstoff auch Menschen vor Monkeypox schützen. Frühere Daten aus Afrika legen nahe, dass der Pockenimpfstoff zu mindestens 85% wirksam gegen Affenpocken ist. Die Wirksamkeit von JYNNEOSTM gegen Affenpocken wurde aus einer klinischen Studie zur Immunogenität von JYNNEOS und Wirksamkeitsdaten aus Tierstudien geschlossen. Experten glauben auch, dass eine Impfung nach einer Monkeypox-Exposition dazu beitragen kann, die Krankheit zu verhindern oder sie weniger schwerwiegend zu machen.

In den USA zugelassene Pockenimpfstoffe umfassen ACAM2000, das ein Lebendimpfvirus enthält, und JYNNEOSTM, einen Lebendimpfstoff ohne Replikation. Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat ACAM2000® für die Immunisierung von Personen lizenziert, die mindestens 18 Jahre alt sind und ein hohes Risiko für Pocken- oder Affenpockeninfektionen haben. Der Beratende Ausschuss für Immunisierungspraktiken (ACIP) evaluiert derzeit JYNNEOSTM zum Schutz von Personen, bei denen das Risiko einer beruflichen Exposition gegenüber Orthopoxviren vor dem Ereignis besteht.

Der Pockenimpfstoff ist derzeit nicht für die breite Öffentlichkeit verfügbar. Im Falle eines erneuten Ausbruchs der Affenpocken in den USA wird die CDC Richtlinien festlegen, in denen erläutert wird, wer geimpft werden sollte. Weitere Informationen zum Pockenimpfstoff finden Sie in den CDC-Informationen zur Pockenimpfung für Angehörige der Gesundheitsberufe.

Cidofovir und Brincidofovir (CMX001)

Es liegen keine Daten zur Wirksamkeit von Cidofovir und Brincidofovir bei der Behandlung von Monkeypox-Fällen beim Menschen vor. Beide haben jedoch eine nachgewiesene Aktivität gegen Pockenviren in in vitro und Tierversuche.

Es ist nicht bekannt, ob eine Person mit schwerer Monkeypox-Infektion von einer Behandlung mit einem der beiden antiviralen Mittel profitiert oder nicht, obwohl ihre Verwendung in solchen Fällen in Betracht gezogen werden kann. Brincidofovir kann gegenüber Cidofovir ein verbessertes Sicherheitsprofil aufweisen. Während der Behandlung von Cytomegalievirus-Infektionen mit Brincidofovir wurden im Vergleich zur Behandlung mit Cidofovir keine schwerwiegenden Nierentoxizitäten oder andere unerwünschte Ereignisse beobachtet.

Tecovirimat (ST-246)

Es liegen keine Daten zur Wirksamkeit von ST-246 bei der Behandlung von Monkeypox-Fällen beim Menschen vor.

Studien mit einer Vielzahl von Tierarten haben gezeigt, dass ST-246 bei der Behandlung von Orthopoxvirus-induzierten Erkrankungen wirksam ist. Klinische Studien am Menschen zeigten, dass das Medikament sicher und verträglich war und nur geringfügige Nebenwirkungen aufwies.

Obwohl derzeit vom Strategic National Stockpile gelagert, wird die Verwendung von ST-246 unter einem IND verwaltet.

Vaccinia Immune Globulin (VIG)

Es liegen keine Daten zur Wirksamkeit von VIG bei der Behandlung von Monkeypox-Komplikationen vor. Die Anwendung von VIG wird unter einem IND verabreicht und hat keinen nachgewiesenen Nutzen bei der Behandlung von Pocken-Komplikationen. Es ist nicht bekannt, ob eine Person mit schwerer Monkeypox-Infektion von einer Behandlung mit VIG profitiert. In solchen Fällen kann jedoch deren Verwendung in Betracht gezogen werden.

VIG kann für die prophylaktische Anwendung bei einer exponierten Person mit schwerer Immunschwäche in der T-Zell-Funktion in Betracht gezogen werden, für die eine Pockenimpfung nach Exposition gegenüber Monkeypox kontraindiziert ist.

verwandte Links

Informationen zu Pockenimpfstoffen der CDC für die breite Öffentlichkeit